Corporate Podcast
wenn Unternehmen selbst senden
Immer mehr Unternehmen haben einen eigenen Podcast. Nicht, weil es gerade in ist, sondern weil es wirkt. Ein Corporate Podcast ist, kurz gesagt, ein Podcast, den ein Unternehmen selbst produziert – über sich, seine Themen, seine Branche. Statt nur Werbung zu schalten, wird die Firma zum Absender von Inhalten.
Klingt erst mal nach Marketing. Steckt aber mehr dahinter.
Wozu das Ganze?
Der offensichtliche Grund ist Sichtbarkeit. Das ist aber nur die halbe Geschichte. Ein Corporate Podcast zahlt auf mehrere Dinge gleichzeitig ein. Da ist die Reichweite nach außen, zu Kunden und Interessenten. Da ist das Thema Vertrauen: Wer regelmäßig über sein Fachgebiet spricht, wird irgendwann als Experte wahrgenommen und nicht als Verkäufer. Und dann gibt es noch die Wirkung nach innen, die viele unterschätzen. Dazu gleich mehr.
Die typischen Formate
Nicht jeder Corporate Podcast sieht gleich aus. Ein paar Richtungen lassen sich grob unterscheiden, und welche passt, hängt vom Ziel ab. Das Wissensformat, in dem Mitarbeiter ihr Fachwissen teilen. Der Interview-Podcast mit Gästen aus der Branche, der nebenbei das eigene Netzwerk pflegt. Das Employer-Branding-Format, das zeigt, wie das Unternehmen tickt – stark gefragt, wenn es ums Recruiting geht. Und der interne Podcast, der gar nicht nach außen geht, sondern Teams informiert, etwa in großen oder verteilten Firmen.
Manche mischen das auch einfach. Muss man nicht zwanghaft in eine Schublade pressen.
Der unterschätzte Effekt nach innen
Kurzer Einschub, weil das gern vergessen wird. Ein Podcast wirkt nicht nur auf Kunden. Mitarbeiter, die mitmachen oder zuhören, fühlen sich eingebunden. Beim Employer Branding ist das viel wert: Bewerber bekommen ein echtes Gefühl für die Firma, nicht nur die Hochglanz-Karriereseite. Authentisch schlägt poliert, meistens jedenfalls.
Warum Video den Unterschied macht
Lange waren Corporate Podcasts reine Audio-Sache. Das ändert sich gerade schnell. Ein Video-Podcast zeigt Gesichter, Mimik, das echte Büro im Hintergrund. Genau das schafft Nähe, die reiner Ton nicht hinbekommt. Dazu kommt ein handfester Vorteil: Aus einer Videoaufnahme fallen jede Menge kurze Clips für LinkedIn, Instagram und Co. ab. Ein Termin, viele Inhalte. Wie das genau läuft, steht beim Content Repurposing.
Für Unternehmen, die ohnehin auf sozialen Kanälen sichtbar sein wollen, ist das oft der entscheidende Punkt.
Worauf du beim Start achten solltest
Ein paar Dinge, die sich später rächen, wenn man sie überspringt. Klär zuerst das Ziel: Kunden erreichen, Mitarbeiter gewinnen oder intern informieren? Davon hängt alles Weitere ab. Halt das Format machbar – ein Podcast, der nach vier Folgen einschläft, schadet mehr, als er nützt. Plan Regelmäßigkeit ein, lieber alle zwei Wochen verlässlich als wöchentlich für genau einen Monat. Und denk das Branding von Anfang an mit, damit alles zur Firma passt.
Audio oder Video, intern oder extern?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Das hängt von Format, Budget und Ziel ab. Ein internes Info-Format braucht keine Hochglanz-Produktion. Ein Aushängeschild nach außen schon eher. Wichtig ist, dass die Qualität zur Botschaft passt. Ein Unternehmen, das für Präzision steht, sollte keinen verwackelten, halligen Podcast raushauen.
FAQ
- Was bringt ein Corporate Podcast einem Unternehmen?
Sichtbarkeit, Vertrauen als Experte und Wirkung nach innen, etwa beim Employer Branding. Statt Werbung zu schalten, wird das Unternehmen selbst zum Absender.
- Audio oder Video – was ist besser?
Das hängt vom Ziel ab. Video schafft mehr Nähe und liefert nebenbei Clips für Social Media. Für rein interne Formate reicht oft Audio.
- Wie oft sollte ein Corporate Podcast erscheinen?
Lieber seltener und verlässlich als oft und unregelmäßig. Alle zwei Wochen ist für viele ein guter Rhythmus.
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