Sie wollen Ihre Jahresendfolge und die Januarfolge an einem Tag aufnehmen?
Studio in der HafenCity ansehen — 20 Minuten, kostenlos.
Warum muss eine Jahresendfolge schon im Oktober geplant werden?
Weil der Engpass nicht die Produktion ist, sondern die Gäste. Eine Jahresendfolge lebt fast immer von Menschen, die mitreden: Kunden, Partner, Fachleute, Kolleginnen und Kollegen. Und deren Kalender werden zum Jahresende voller, nicht leerer.
November und Dezember sind in vielen Unternehmen die Wochen der Jahresabschlüsse, der Planungsrunden für das neue Jahr, der Kundentermine vor den Feiertagen und der Weihnachtsfeiern. Wer Mitte November anfragt, ob jemand Ende November Zeit für eine Aufnahme hat, bekommt häufig eine freundliche Absage — nicht aus Desinteresse, sondern weil der Kalender schlicht voll ist.
Dazu kommt ein zweiter Punkt: Eine Jahresendfolge braucht ein Thema, und das Thema bestimmt, wen man einlädt. Wer im Oktober entscheidet, worum es gehen soll, kann die passenden Gäste gezielt anfragen. Wer erst im Dezember merkt, dass eine Folge fehlt, nimmt, wer gerade Zeit hat.
Jahresendfolge planen: Der Zeitplan rückwärts vom Dezember
Rechnen Sie vom Veröffentlichungstermin rückwärts. Das ist die einfachste Art, nicht zu spät zu sein.
| Wann | Was |
|---|---|
| Anfang Oktober | Thema und Format festlegen, Wunschgäste auswählen |
| Bis Mitte Oktober | Gäste anfragen, mit zwei bis drei Terminvorschlägen |
| Ende Oktober | Aufnahmetermin fest buchen, Vorbereitung an die Gäste schicken |
| Mitte bis Ende November | Aufnahme — idealerweise zusammen mit der ersten Januarfolge |
| Anfang Dezember | Schnitt, Titel, Beschreibung, Kurzvideos |
| Dezember | Veröffentlichung |
Für den Veröffentlichungstermin gibt es zwei sinnvolle Fenster:
Die erste Dezemberhälfte. Die meisten Menschen sind noch im Arbeitsrhythmus, und die Folge wird in derselben Stimmung gehört, in der viele ohnehin Bilanz ziehen.
Die Tage zwischen den Jahren. Manche Menschen haben dann mehr Zeit für längere Folgen, andere sind vollständig abgeschaltet.
Welches Fenster bei Ihnen besser funktioniert, zeigen Ihre eigenen Abrufzahlen aus dem Vorjahr zuverlässiger als jede allgemeine Empfehlung. Wer noch keine Vorjahreszahlen hat, wählt die erste Dezemberhälfte — sie ist das geringere Risiko.
Was vor einer Aufnahme mit jedem Gast geklärt sein sollte, haben wir im Beitrag über Gäste vorbereiten beschrieben.
Jahresrückblick, Ausblick oder Gästerunde: Welche Formate eignen sich?
Fünf Formate haben sich für Unternehmenspodcasts bewährt. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Vorbereitung sie brauchen und wie lange sie aktuell bleiben.
| Format | Worum es geht | Aufwand |
|---|---|---|
| Jahresrückblick | Was ist passiert, was hat sich verändert? | mittel |
| Ausblick | Welche Themen kommen im nächsten Jahr auf die Branche zu? | mittel, mit Gast |
| Gästerunde | Die stärksten Momente aus den Folgen des Jahres | gering, wenn Material vorhanden |
| Belegschaftsfolge | Menschen aus dem eigenen Haus erzählen von ihrem Jahr | mittel |
| „Was wir gelernt haben" | Ehrliche Lehren, auch aus dem, was nicht funktioniert hat | gering bis mittel |
Der Jahresrückblick ist das naheliegendste Format und das riskanteste. Er kippt schnell in Eigenlob, und Eigenlob hört niemand gern zu Ende. Ein einfaches Gegenmittel: Nehmen Sie sich vor, mindestens eine Sache zu nennen, die nicht funktioniert hat, und was Sie daraus gemacht haben.
Der Ausblick funktioniert am besten mit einem Gast von außen, der die Branche kennt. Er gibt der Folge eine Perspektive, die das eigene Haus allein nicht hat.
Die Gästerunde verwendet Ausschnitte aus den Folgen des Jahres. Sie ist schnell produziert, wenn das Material da ist. Geben Sie den Gästen kurz Bescheid, dass ihre Ausschnitte noch einmal verwendet werden — aus Höflichkeit und, je nach Vereinbarung, auch aus Gründen der Absprache. Viele teilen die Folge dann gern noch einmal.
Die Belegschaftsfolge eignet sich besonders für interne Formate und für Arbeitgeberkommunikation. Wie interne Podcasts funktionieren, steht in unserem Beitrag über interne Podcasts.
„Was wir gelernt haben" ist das Format mit der meisten Glaubwürdigkeit. Es zeigt ein Unternehmen, das über sich selbst nachdenkt, und genau das bleibt im Gedächtnis.
Warum Jahresendfolgen schnell altern — und was dagegen hilft
Eine Jahresendfolge wird vor allem rund um den Jahreswechsel gehört. Im Februar klickt kaum jemand mehr auf „Unser Jahr 2026". Das ist kein Grund, sie nicht zu machen, aber ein Grund, den Aufwand richtig zu bemessen.
Zwei Dinge helfen:
Einen zeitlosen Teil einbauen. Lehren, Ratschläge, Einschätzungen zu Entwicklungen, die über das Jahr hinausgehen. Dieser Teil lässt sich später als Kurzvideo oder Zitat weiterverwenden, wenn die Folge selbst schon vergessen ist.
Das Material mehrfach nutzen. Aus einer Jahresendfolge entstehen leicht drei oder vier kurze Ausschnitte für die eigenen Netzwerke zum Jahreswechsel — eine Zeit, in der viele Unternehmen ohnehin etwas veröffentlichen wollen und nichts Passendes haben. Wie das geht, steht im Beitrag über mehrere Inhalte aus einer Aufnahme.
Die Feiertage überbrücken: Zwei Folgen an einem Tag aufnehmen
Nehmen Sie die Jahresendfolge zusammen mit der ersten Folge des neuen Jahres auf. Das ist der praktischste Ratschlag dieses Textes.
Der Grund: Zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar fällt in vielen Unternehmen fast nichts. Wer die Januarfolge erst im Januar plant, nimmt sie Ende Januar auf und veröffentlicht sie im Februar. Dann hat der Podcast eine Lücke von sechs bis acht Wochen — genau die Art von Pause, aus der viele Formate nicht zurückkommen. Warum das so gefährlich ist, haben wir im Beitrag darüber beschrieben, warum 70 Prozent der Unternehmenspodcasts verstummen.
Wer beide Folgen an einem Tag im November aufnimmt, hat die Januarfolge fertig im Schrank. Sie erscheint in der zweiten Januarwoche, ohne dass im Januar jemand dafür Zeit finden muss.
In unserem Studio in der HafenCity lassen sich mehrere Folgen an einem Tag aufnehmen. Die drei Sets sorgen dafür, dass die Jahresendfolge und die Januarfolge nicht aussehen wie eine einzige lange Aufnahme. Wer lieber im eigenen Haus aufnimmt, kann einen Drehtag vor Ort buchen — dann kommen Kamera, Licht, Ton und Operator zu Ihnen.
Dieselbe Logik gilt übrigens für jede längere Pause. Für den Sommer haben wir sie im Beitrag zur Sommerpause beschrieben.
Zwei Folgen, ein Termin, keine Lücke über die Feiertage. Wie das an einem Tag aussieht, zeigen wir Ihnen gern: 20 Minuten Studiobesichtigung in der HafenCity mit 15 Minuten Testdreh, kostenlos und ohne Verkaufsgespräch.
Die Jahresendfolge als Staffelfinale
Wer in Staffeln produziert, hat mit dem Jahresende einen natürlichen Abschluss. Die Jahresendfolge kann das Finale einer Staffel sein — mit einem Rückblick auf die Folgen der Staffel und einer Ankündigung, wann die nächste beginnt.
Das hat einen Vorteil, den man leicht übersieht: Die Pause über die Feiertage ist dann keine Unterbrechung, sondern Teil des Plans. Wer am Ende sagt „Die nächste Staffel startet im Februar", hat seine Zuhörer nicht verloren, sondern einen Termin mit ihnen vereinbart. Mehr dazu im Beitrag über Podcast in Staffeln.
Und auch ohne Staffelformat gilt: Kündigen Sie in der Jahresendfolge an, wann es weitergeht. Ein Datum ist ein Versprechen, und Versprechen sind schwerer zu vergessen als ein „bis bald".
Häufige Fragen zur Jahresendfolge im Podcast
Wann sollte man eine Jahresendfolge planen?
Im Oktober. Thema und Gäste sollten bis Mitte Oktober feststehen, die Aufnahme findet im November statt, veröffentlicht wird im Dezember. Der Engpass sind meist die Kalender der Gäste, die sich zum Jahresende schnell füllen.
Wann sollte die Jahresendfolge erscheinen?
In der ersten Dezemberhälfte oder in den Tagen zwischen den Jahren. Welches Fenster besser funktioniert, zeigen die eigenen Abrufzahlen aus dem Vorjahr am zuverlässigsten. Ohne Vorjahreszahlen ist die erste Dezemberhälfte das geringere Risiko.
Was gehört in einen Jahresrückblick im Podcast?
Die wichtigsten Entwicklungen des Jahres, mindestens eine Sache, die nicht funktioniert hat, und ein Ausblick. Der häufigste Fehler ist Eigenlob — ein ehrlicher Rückblick ist glaubwürdiger und wird eher zu Ende gehört.
Muss der Podcast über die Feiertage pausieren?
Nicht unbedingt. Wer die erste Januarfolge am selben Tag aufnimmt wie die Jahresendfolge, kann im Januar ohne Lücke weitermachen. Eine Pause ist aber auch kein Problem, wenn sie angekündigt ist und ein Datum für die nächste Folge genannt wird.
Kann man für die Jahresendfolge Ausschnitte aus früheren Folgen verwenden?
Ja, das ist die Grundlage der Gästerunde und eines der aufwandsärmsten Formate. Geben Sie den Gästen kurz Bescheid, dass ihre Ausschnitte erneut verwendet werden. Viele teilen die Folge dann gern noch einmal.
Wenn Sie eine Jahresendfolge planen: Entscheiden Sie diese Woche über Thema und Format und fragen Sie die Gäste bis Mitte Oktober an. Das ist der einzige Schritt, der wirklich eilt — alles andere lässt sich im November erledigen.
Und wenn Sie Jahresendfolge und Januarfolge an einem Tag aufnehmen möchten: Unser Studio in der Hamburger HafenCity mit drei Sets ist in zwanzig Minuten besichtigt, mit fünfzehn Minuten Testdreh, kostenlos und ohne Verkaufsgespräch.